Ausgabe 02 - 2001berliner stadtzeitung
scheinschlag

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Kurzkultur

Überblicker
Für eine Friedrichshain-Anthologie, die im Sommer erscheinen soll, werden noch AutorInnen gesucht. Das Ziel dieser Anthologie ist die Schaffung "eines lexikalischen Überblicks mit Textproben über das literarische Leben in Friedrichshain Anfang des neuen Jahrhunderts". Wer sich berufen fühlt, kann bis zum 31. März Texte an folgende Adresse einsenden: Galerie Expo 3000 - Friedrichshain First.de, Kopernikusstraße 1, 10243 Berlin.
Weitere Infos unter:
www.friedrichshainfirst.de oder in der Galerie Expo 3000.

Häuslebauer
Der Wiener Versicherungsbeamte Peter Fritz hatte ein eigenwilliges Hobby: Aus Zigarettenpackungen, Folien und Zeitungsschnipseln bastelte er insgesamt 387 Miniatur-Häuser. Seine Bauten sind detailgetreue Abbilder der 50er und 60er Jahre. Nur ein wenig verwinkelter, sehr viel bunter und mit merkwürdigen Anbauten. Dieser einmalige Nachlass hätte für die Nachwelt für immer verlorengehen können, wenn der Künstler Oliver Croy ihn nicht in Müllsäcken verpackt in einem Wiener Trödelladen entdeckt hätte. Derzeit sucht er Bauherren für die Realisierung der Fritzęschen Modelle. Doch bis das soweit ist, müssen wir mit dem von ihm und Oliver Elsner herausgegebenem Buch "Sondermodelle" Vorlieb nehmen.
Am 1. März um 20 Uhr 30 ist die Buchpräsentation in der Buchhandlung Pro qm, Alte Schönhauser Straße 48, mehr Infos unter www.BauNetz.de/sondermodelle

Rockmusiker
Der Nachwuchs der Berliner Rockmusikszene lädt am 2. und 3. März zum mittlerweile fünften Jugendbandwettbewerb "Bandbreite" in die WABE ein. Fans, Freunde und musikbegeisterte junge Leute können Auftritten von "Fortune Cookies", "Explosionsgefahr", "Rauchabzug" und vielen anderen Bands lauschen.
WABE, Danziger Straße 101, 2.3. ab 19 Uhr + 3.3. ab18 Uhr

Performer
Nach "Licht Echt" gibt es nun am 23. Februar einen Performanceabend zum Thema "Salz Arm". Die Veranstaltungsreihe "Typus" beschäftigt sich mit den Basiselementen des Lebens. So dient "Salz" etwa als Metapher für das Leben, für Beständigkeit, Weisheit und Reinigung. Durch zeitgenössische Rituale werden traditionelle Symbole mit neuester wissenschaftlicher Erkenntnis verbunden.
Projektraum, Rosa-Luxemburg-Straße 3, 23.3. um 20 Uhr

Hubschrauber
Am 28. Februar ist Radio Hochsee wieder mit Doc Schoko & Falko Hennig auf Sendung. Gast-Experte Wolfgang Müller moderiert zum Thema Island, wobei wir auf seine Tonbeispiele gespannt sein dürfen. Wer schon immer mal wissen wollte, was unter Hubschrauber-humor zu verstehen ist, kommt am 14. März zu Heinrich Dubel. Mit Hilfe von Zeichentrickfilmen will er es uns erläutern...
Radio Hochsee im Kaffee Burger, Torstraße 60, jeweils um 20 Uhr

Teilnehmer
Die Jüdische Gemeinde ruft zum Gedenken an die Opfer der sogenannten "Fabrikaktion" auf. Am 27. und 28. Februar 1943 wurden in Berlin und im gesamten "Reich" zur Zwangsarbeit verpflichtete Jüdinnen und Juden aus den Fabriken geholt, aus ihren Wohnungen einbestellt und von der Straße weg verhaftet. Für alle diejenigen, die nicht entkommen konnten, folgte der Weg in die Konzentrationslager. Unmittelbar nach diesen Ereignissen demonstrierten nichtjüdische Ehefrauen tagelang in der benachbarten Rosenstraße in Mitte, wo die Nazis das Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde als Gefängnis nutzten, gegen die Inhaftierung ihrer Männer. Das NS-Regime gab unerwartet ihrem Druck nach, die Männer kamen frei. Die Regisseurin Magarethe von Trotha interessiert sich für dieses Thema und macht einen Film darüber.
Gedenken der Opfer der "Fabrikaktion", 28. Februar, 16 Uhr am Gedenkstein in der Großen Hamburger Straße in Mitte

Träumer
Die Bremer Schauspielerin Belinde Ruth Stieve macht eine szenische Lesung zum Thema "Rausch" und führt uns dabei in einem literarischen Streifzug durch die Drogenerlebnisse unserer Dichter und Denker. Jeder Text stammt von einem anderen Autor (Charles Baudelaire, Walter Benjamin, Gottfried Benn, Michail Bulgakow, Thomas de Quincey, Hermann Hesse sowie Pitigrilli), behandelt einen neuen Rausch, eine andere Droge; er besitzt eine eigene Körperlichkeit, eine neue Position im Raum, eine veränderte räumliche Distanz oder Nähe zum Publikum. Literatur ist der Stoff, aus dem die Träume sind.
"rausche Engel!", Brotfabrik, Prenzlauer Promenade 3, 22. bis 25.2., jeweils 20.30 Uhr

Physiker
Noch bis zum 10. März ist die Ausstellung "Liquid Perception" in der Galerie K&S zu sehen. Die beiden Physiker Sven Sahle und Hans Diebner simulieren ein neuronales Netzwerk, das wie das menschliche Gehirn durch die externe Realität aktiviert wird. Eine Kamera ersetzt hierbei das menschliche Auge. Ohne äußere Reizeinwirkung bilden sich auf dem projizierten Bild flüssigkeitsartige Wellenmuster. Tritt jedoch der Besucher vor die künstliche Linse, entstehen neue Muster, die durch die Eigendynamik der "Liquid Perception" überlagert werden.
"Liquid Perception", Galerie K&S, Linienstraße 156, Mi bis Fr jeweils 15 bis 19 Uhr, Sa 12 bis 17 Uhr

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